Eine Veränderung steht an, die dem einen oder anderen fehlen wird: Das Dorfcafé, seit 13 Jahren fester Bestandteil unseres Gemeinschaftslebens, wird auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
Was 2013 als monatlicher Treffpunkt bei Kaffee und Kuchen begann, war über all die Jahre ein Ort, an dem sich Marzhäuser bei guten Gesprächen begegnen konnten. Als die Besucherzahlen in den letzten Jahren spürbar zurückgingen, wurde der Rhythmus auf zweimonatliche Termine umgestellt – in der Hoffnung, dass sich das Angebot so besser angenommen wird.
Zur jüngsten Einladung, für die im Vorfeld noch einmal ausdrücklich um Anmeldungen geworben wurde, meldeten sich jedoch nur sehr wenige Interessierte an. Der Aufwand, den das ehrenamtliche Organisationsteam für Vorbereitung, Kuchen backen und die Durchführung jedes Mal aufbringt, stand damit in keinem Verhältnis mehr zur Zahl der Gäste. Nach reiflicher Überlegung und schweren Herzens wurde entschieden, dieses Dorfcafé abzusagen.
Das Dorfcafé war in den vergangenen 13 Jahren weit mehr als nur ein regelmäßiges Treffen im Dorfgemeinschaftshaus. Aus dieser Runde heraus entstanden auch die beliebten Dorfausflüge – etwa die Busfahrten an Rhein und Mosel, bei denen Schifffahrten und Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund standen und die vielen Marzhäusern bis heute in guter Erinnerung geblieben sind. Auch die eingeladenen Gäste, die zu besonderen Themen referierten oder mit musikalischen Beiträgen den Nachmittag bereicherten, waren ein gelegentlicher und geschätzter Bestandteil.
Initiiert und von Anfang an mit viel Herzblut geplant und durchgeführt wurde das Dorfcafé von Ellen Weyer. In den vergangenen Jahren wurde sie dabei tatkräftig von Luise Müller und Sabine Schumacher unterstützt, und gemeinsam sorgte dieses verstärkte Team zuverlässig für diese Bereicherung des Dorflebens.
Für dieses langjährige, ehrenamtliche Engagement gebührt allen dreien unser aufrichtiger Dank. Ohne ihren Einsatz hätte es dieses Angebot und die schönen Ausflüge nie gegeben.
Das Dorfcafé wird in der bisherigen Form zunächst nicht weiter stattfinden. Es wäre wünschenswert, wenn sich andere Initiativen entwickeln würden, die Zuspruch im Dorf finden könnten. Wer Ideen hat, wie ein Treffpunkt dieser Art wieder mehr Menschen erreichen könnte, oder wer selbst Lust hat, sich einzubringen, ist herzlich eingeladen, sich bei der Ortsgemeinde zu melden.
Erfreulich ist jedoch: Das bisherige Dorfcafé-Team möchte weiterhin künftig zweimal jährlich ein Dorffrühstück für alle Bürgerinnen und Bürger ausrichten – ein Angebot, auf das wir uns schon jetzt freuen dürfen.
Bis dahin hoffen wir, viele von euch bei den kommenden Veranstaltungen im Dorf begrüßen zu dürfen – denn unser Dorf lebt vor allem von einem: von euch, den Bürgerinnen und Bürgern
Hans-Günter Mohr, Ortsbürgermeister